Aufgrund familiärer Prägung (speziell mein Großvater, aber auch meine Eltern hatten ein wenig in Immobilien investiert) hat mich die Immobilienbranche immer schon sehr interessiert. Meine Leidenschaft dafür wurde mir aber erst durch einen Zufall bewusst und dabei hat Airbnb eine wichtige Rolle gespielt. Und so begann mein damals noch kleines nebenbei Projekt „Meine Wohnung mit Airbnb vermieten“.

Auf Airbnb vermieten und Vermieter-Erfahrung sammeln

Meine ersten Schritte als Unternehmer im Immobilienbereich machte ich nicht als Investor sonders als ich ein Zimmer in meiner Wohnung über Airbnb vermieten begann. Während des Studiums wohnte ich immer mit einem Wohnungskollegen zusammen. Zum Ende hin, zog dieser aus und das 2. Zimmer in der Wohnung stand leer. Ein Bekannter begann bereits Jahre davor mit auf Airbnb vermieten und verfolgte bereits einen semi-professionell Ansatz. Seine Wohnung war fast dauerhaft vermietet und er schwärmte mir vom Ertrag vor. Das wollte ich auch sehen. Also machte ich ein paar Fotos (eingerichtet war das Zimmer noch), schrieb einen Text und stellt das Zimmer online. Schnell hatte ich ein paar Buchungsanfragen und den ersten Gast.

Herausforderungen am Anfang beim Airbnb Vermieten: Reinigung, Checkin, und Gäste-Service

Ehrlich gesagt, kann ich mich an den ersten Gast, mit welchem ich über Airbnb vermieten begann, nicht mehr genau erinnern . Aber was ich noch weiß ist, wie unprofessionell ich rückblickend an das Ganze heranging, und wie viel ich in den letzten Jahren dazugelernt habe.

  • Reinigung

Ich war ja als Student zu Hause also saugte ich das Zimmer selbst und bezog auch frische Bettwäsche. Die Möbel waren noch vom vorherigen WG-Mitbewohner vorhanden und somit war das Zimmer bereits fertig eingerichtet. Das war’s an Vorbereitung für den ersten Gast.

  • Checkin

Ich bat den Gast mir zu sagen, wann er kommen wird, empfang ihn persönlich, zeigte ihm die Wohnung und übergab die Schlüssel. Ich bewohnte zu der Zeit noch das andere Zimmer und sperrte dieses sicherheitshalber immer zu. Aber praktisch hätte mich mein erster Gast ausrauben können, weil ich kaum etwas über ihn wusste, außer dass er ein Airbnb-Profil hat.

  • Fragen über Fragen

Die Gäste waren überwiegend ausländische Touristen und hatten natürlich einige Fragen – vor dem Buchen, vor Anreise und während dem Aufenthalt. Wie groß ist das Bett? Auf welcher Etage befindet sich die Wohnung? Wie komme ich zur Wohnung? Wo können wir am besten parken? Wie funktionieren die Kaffeemaschine und die Waschmaschine? Diese beantwortete ich immer innerhalb von Minuten, wie wenn mich ein Freund etwas Dringendes über WhatsApp fragen würde.

Airbnb vermieten professionalisieren: Automatisieren & Outsourcen

Und ich lernte sehr viel, fasste meine Erfahrungen zusammen und verbesserte die Prozesse in kleinen Schritten.

  • Reinigung > Outsourcen

Die Reinigung war immer aufwendig und beim 3. oder 4. mal gab ich mir schon weniger Mühe – gleich wurde das in der Bewertung erwähnt und die Buchungszahlen gingen zurück. Alles klar, Reinigung ist wichtig und ich begann meine halbjährige Suche nach einer preislich akzeptablen und zuverlässigen Putzfirma. Sobald ich diese fand war mit einem Schlag das Problem gelöst. Die Kosten für die Reinigung konnte ich zudem als Extraposition ausgewiesen an die Gäste weitergeben.

  • Checkin > Automatisieren

Schnell lernte ich, dass dies der Engpass schlechthin werden wird. Man muss persönlich vor Ort sein und die Schlüssel übergeben. Das geht nur, wenn man sehr viel Zeit hat. Und wenn die Gäste sich zeitlich verschätzen, dann wartet man Stunden zuhause. Dafür gibt es einige Lösungsansätze auf welche ich jetzt nicht eingehen werde. Aber wenn jemand eine perfekte Idee dafür hat. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem i-Tüpfelchen und bin gerne der erste Kunde.

  • Fragen über Fragen > Dem Gast zuvorkommen

Es kommen viele Fragen und nach einiger Zeit nerven diese. Denn es waren immer die gleichen Fragen und die Gäste erwarteten eine Antwort innerhalb von Minuten – immerhin haben sie das Problem jetzt. Das funktioniert einfach nicht, wenn dies ein Nebenverdienst sein soll und man „hauptberuflich“ andere Sachen zu tun hat. Den Lösungstipp bekam ich von meinem erfahreneren Bekannten. Der schickte immer ein Welcome-PDF an die Gäste vor deren Ankunft, wo die Standardfragen in Form eines FAQ beantwortet wurden. Ausgetestet und die Fragen hörten auf. Gefühlt 95% der Gäste hatten keine unbeantworteten Fragen mehr und die restlichen 5% waren kein Problem. Und es half auch meinen Bewertungen deutlich, weil auch die Gäste diesen Service schätzen. Problem gelöst.

Meine Lektionen als Vermieter

Das sind nur einige exemplarische Beispiele womit man als Vermieter (bei Kurzzeitvermietung) zutun hat. Insgesamt hatte ich jedenfalls schnell bemerkt, dass man die manuelle Arbeit automatisieren oder auslagern kann und sollte. Dieses Nebenbei-Hobby professionalisierte ich nach und nach und baute es ständig weiter aus. Zurzeit habe ich drei Ferienwohnungen in Wien, welche ich aus München betreibe und welche mir eine stattliche Rendite abwerfen. Und ich lernte dabei, dass Immobilien vermieten und intelligente/digitale Lösungen ein ordentliches passives Nebeneinkommen bringen können.

Hier die Links zu meinen Inseraten, falls ihr interessiert seid. Buchen könnt ihr aber gerne direkt – dann sparen wir uns die hohen Gebühren 😉

Airbnb, Booking.com.

1 Kommentar

  1. Anton B.

    Interessanter Ansatz! Weiter so!

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