#3 Erfahrung mit Finanzierungsmakler für Immobilien

#3 Erfahrung mit Finanzierungsmakler für Immobilien

Bei unserem letzten Ankauf haben wir auch einige Erfahrungen zur Finanzierung von Immobilien in Deutschland gemacht. Drei Sachen sind uns speziell aufgefallen:

1) Finanzierungsmakler, die sich mit dem Prinzip Kapitalanlage auskennen und auf die Wünsche von Kapitalanlegern eingehen können, sind leider rar. Bei unserem letzten Ankauf haben wir das Darlehen über einen Finanzierungsmakler für Immobilien vermittelt bekommen (offiziell heißen sie „Immobiliendarlehensvermittler“). Viele haben ihren Fokus auf Eigenheimfinanzierung. Daher sollte man sich bestenfalls selbst auch in das Thema einlesen.

2) Kreditanträge bei Banken sind sehr manuell und zeitintensiv. Plane deine Finanzierung daher rechtzeitig, denn die Unterlagenanforderungen und Möglichkeiten / Fallstricke sind enorm.

3) 100%-Finanzierungen für Immobilien ergeben für mich volkswirtschaftlich und aus Sicht der Bank zwar keinen Sinn, kommen jedoch häufig vor und die Konditionen sind für Darlehensnehmer zurzeit absurd gut (sprich, wenig Zinserhöhung vs. 80%-Finanzierung)! Man sollte sich natürlich langfristigen Szenarien bewusst sein (kann ich die Kosten tragen, wenn nach Ablauf der Zinsbindung die Zinsen am Markt gestiegen sind? Bin ich darauf vorbereitet, wenn die Bank aufgrund sinkender Immobilienpreise eine Nachbeleihung fordert?). Die Eigenkapitalrendite kann dadurch aber stark erhöht werden.

In diesem Blogpost möchte ich speziell auf die ersten beiden Punkte eingehen.

Finanzierungsmakler beauftragen oder doch direkt zur Bank?

Für unsere letzte Finanzierung haben wir uns an einen Finanzierungsmakler gewendet, welchen wir über Umwege kennengelernt haben. Der Vorteil von unabhängigen Finanzierungsmakler gegenüber dem direkten Weg zur Bank ist, dass sie die Produkte von mehreren Banken vergleichen können und du das beste Angebot am Markt bekommen kannst. Bis auf wenige Ausnahmen bekommen die Makler ihre rund 1% Provision (ausgehend von der Finanzierungssumme) direkt von der Bank bezahlt – den Kunden kostet dieser somit nichts bzw. sind die Kosten bereits im Angebot über den Kreditzins enthalten. Soweit zur Theorie.

Was macht der Finanzierungsmakler?

Unseren Erfahrungen zufolge übernehmen die meisten Finanzierungsmakler drei Elemente deiner Finanzierung:

1) Sie greifen auf eine Datenbank zu und suchen die „günstigste“ Standardfinanzierung (also geringster Zins nach Eingabe deiner Daten) von rund 350-400 Banken (gut für dich).

2) Sie beantworten dir Standardfragen bezüglich Immobilienkrediten (und nehmen der Bank damit einen gewissen Teil Arbeit ab). Die Kommunikation läuft bis zum Kreditabschluss über den Finanzierungsmakler (gut für die Bank).

3) Sie helfen den Kreditantrag so zu gestalten, dass die Bank ihn schnell prüfen und ein Angebot machen kann (gut für dich und gut für dich Bank). Beispielsweise stellen sie sicher, das alle notwendigen Unterlagen für den Kreditantrag verschickt werden.

Bei Komplexität steigen viele Makler aus

Sobald du kein „Standardfall“ bist (also z.B. selbstständig und nicht angestellt, nicht in Deutschland wohnhaft bist bzw. Einkommen aus einem anderen Land beziehst), wird es den meisten Finanzierungsmaklern zu kompliziert. Und wenn du dann noch eine Kapitalanlage-Immobilien (und kein Eigenheim) kaufst, dann raucht ihnen der Kopf.

Insbesondere da bei hohen Darlehenssummen bereits kleine Zinsunterschiede großen Einfluss auf die Finanzierungskosten haben, sollte man hier Zeit investieren. In unserem Fall mussten wir uns dann selbst einlesen und sehr konkrete Nachfragen stellen. Der Finanzierungsmakler hielt dann Rücksprache mit einer Spezialabteilung (der Plattform, über der er die Angebote einsehen konnte), ob dies so funktioniert. Eine vollumfängliche Beratung war so leider nicht möglich.

Besser eine Standardfinanzierung als aufgrund der Komplexität zu kapitulieren

Für den ersten Kauf kann ich empfehlen, dass ihr möglichst ein für Eigennutzer konzipiertes Standardprodukt nehmt und versucht alle Anforderungen zu erfüllen. Dies ist ein Annuitätendarlehen mit fixem Zins für 10-15 Jahre und anfänglicher Tilgung von ~2%. Erfolgreiche Kreditanträge zu verfassen, darin sind Finanzierungsmakler Experten. Sie helfen bei der richtigen Darstellung für die Bank, damit der Antrag dann auch durchgeht.

Vor der Objektsuche die Finanzierung vorbereiten

Beim ersten Kauf ist der ganze Prozess noch neu und deshalb sollte die Finanzierung möglichst Sicherheit hineinbringen. Optimierungspotentiale können dann später sehr interessant werden. Zuallererst sollte man jedenfalls die Unterlagen klar aufbereiten. Die Haushaltsrechnung muss positiv sein, damit ihr euch in den Augen der Bank einen Kredit leisten könnt. Die Vermögensaufstellung muss zeigen, dass ihr das Eigenkapital aufbringen könnt. Mit diesen Informationen kann der Finanzierungsmakler das beste Angebot heraussuchen. Das Ergebnis zeigt, mit welchem Zins ihr rechnen könnt und welche Bestätigungen die Bank noch braucht (Gehaltsnachweise, Steuerbescheide, etc.). Bereitet die Unterlagen am besten schon vor, wenn ihr mit der Suche nach einem Objekt beginnt. Der Prozess kann nämlich leicht 1-2 Wochen dauern.

Finanzierungsmakler-Kontakt & die „richtige“ FK-Quote

Wir haben nach langer Suche jetzt auch einen interessanten Finanzierungsmakler-Kontakt. Dieser hat sich auf Kapitalanleger konzentriert und bei unseren Gesprächen bisher sehr kompetent gewirkt. Für unseren nächsten Ankauf werden wir ihn ausprobieren, dann werde ich darüber berichten. Falls ihr davor den Kontakt wollt, dann schickt mir gerne eine E-Mail (und teilt danach bitte eure Erfahrung mit mir).

Wie bereits erwähnt, bin ich auf das Thema 100%-Finanzierung gar nicht weiter eingegangen. Überlegungen zur „richtigen“ Fremdkapitalquote (FK-Quote) möchte ich separat behandeln, weil es mehr dazu zu sagen gibt. Als Info vorab – wir haben das Objekt in Mannheim mit 80% FK-Quote finanziert.

#2 Neues Jahr & der Mythos lebt

#2 Neues Jahr & der Mythos lebt

Ich wünsche allen ein schönes Neues Jahr und gute Investments!

Es freut mich teilen zu können, dass der Mythos der „rentablen Immobilie“ auch in 2019 erhalten bleibt. Bisher war ich hauptsächlich in Österreich tätig. Aufgrund von Job/Partnerin sind wir nach dem Studium nach München (und ich somit über die Grenze nach Deutschland) gezogen. Dies hatte zwei Effekte:

1) Es zwang mich meine Immobilien-Investments so zu organisieren, dass ich sie „remote“ -also aus der Ferne – verwalten kann, da ich ja nicht mehr so leicht selbst vor Ort eingreifen könnte.

2) Es eröffnete mir den deutschen Markt, welchen ich aufgrund der steuerlichen Rahmenbedingungen, der veralteten (und somit leicht optimierbaren) Strukturen sowie der  Größe sehr spannend finde!

Nun hat es sich dann voriges Jahr auch endlich ergeben, dass wir unser erstes Investmentobjekt in Deutschland gefunden hatten.

Um welches Objekt handelt es sich?

Das Objekt hat eine Top-Lage in der Mannheimer Innenstadt. Mannheim stellte sich für uns als ein sehr attraktiver Investmentstandort heraus. Die Stadt hat über 300.000 Einwohner, eine brummende Wirtschaft (Bevölkerungswachstum >5% bis 2030, Arbeitslosigkeit <3%). Sie beheimatet zudem auch eine der besten BWL-/Rechtsuniversitäten in Deutschland (Universität Mannheim, FT-Ranking).

Die gefundene Wohnung ist 45m2 (eine optimale Größe für Studenten), liegt in einer der beiden Einkaufsstraßen in der Innenstadt und ist somit optimal an Universität und Bahnhof angebunden. Beim Verkauf war sie – bzw. ist immer noch – unter Marktmiete vermietet, da der vorige Eigentümer sich nicht um regelmäßige Mieterhöhungen gekümmert hat. Der gewünschte, inserierte Preis war uns auf den ersten Blick auf die Brutto-Rendite deutlich zu hoch. Doch wir sahen Verhandlungsspielraum, da sie als vermietete Wohnung für einen Großteil der Kaufinteressenten, nämlich für Eigennutzer, gar nicht in Frage kam. Somit eine potentiell gute Ausgangslage für ein Renditeobjekte. Denn: Der Kaufpreis ist verhandelbar, der Rest nicht!

Die Kalkulation kurz umrissen:

Im ersten Schritt haben wir uns die Brutto-Rendite des Inserats angeschaut, welche bei 3,7% lag (Jahreskaltmiete / Kaufpreis). In unserem Fall war das Objekt für 129.000 EUR inseriert, bei einer monatlichen Kaltmiete von 396 EUR. Aus Erfahrung sind Objekte erst ab rund 5% interessant, da laufende Kosten und Kaufnebenkosten (bei uns ca. 13% des Kaufpreises) die Brutto-Rendite reduzieren.

Gegenangebot nach Besichtigung

Nach Besichtigung der Wohnung, welche unser generelles Interesse bestätigt hat, haben wir den für uns akzeptablen Preis berechnet welcher etwa 30% unter dem inserierten Preis lag. Viele Privatinvestoren verlieren bei zu hohen Preiserwartungen gleich ihr Interesse und stellen gar keine weiteren Berechnungen an, um den für sie akzeptablen Kaufpreis zu finden. Wir schon, denn genau dann wird es spannend. Man muss verstehen, dass der Verkäufer die Wohnung auch nur 1x verkaufen kann und natürlich den höchstmöglichen Preis erzielen möchte. Jedoch muss er auch überhaupt erstmal einen Käufer dafür finden – bei einem zu hohen inserierten Preis wird das Feld der Interessenten schnell klein und der Druck zu einer starken Preisreduktion in der Verhandlung wird groß.

Unsere Kalkulation zeigte, dass bei rund 100T Kaufpreis die Brutto-Rendite für uns bereits interessant war (396*12/ 100T = 4,8%). Vom errechneten Preis zogen wir noch etwas für den Verhandlungsspielraum ab und schickten das Gebot inklusive ein paar Worte zur Begründung an den Makler. Die Begründung kann helfen, da der Makler die Argumente gerne aufnimmt, wenn er sich mit dem Verkäufer bespricht. Der Makler verdient zwar mehr, wenn der Kaufpreis höher ist, aber den meisten ist ein schneller Abschluss wichtiger.

Glück benötigt Vorbereitung

Da unser Preis so deutlich unter dem inserierten Wert lag, dachten wir uns, dass die Preiserwartung des Verkäufers uns einen Strich durch die Rechnung machen wird. Was wir jedoch erst später erfahren haben: Der Verkäufer war auch mit einem geringen Preis zufrieden, denn die Wohnung ist ein eher kleines Investment für ihn, er erwarb es noch dazu sehr günstig vor Jahrzehnten und wollte das Objekt schnellstmöglich loswerden. Nur meldete sich kein Käufer, da die Eigennutzer keine vermietete Wohnung wollten und für Kapitalanleger der Preis zu hoch war. Gut für uns.

Am selben Tag unseres Angebots kam der Anruf vom Makler: Der Verkäufer akzeptiert das Gebot. Im nächsten Schritt schickte der Makler die Reservierungsbestätigung mit 1%-Strafe, falls wir das Objekt dann doch nicht nehmen. Falls man nun in der Detailanalyse des Objekts noch Probleme findet, ist diese Gebühr jedenfalls verkraftbar und rechtlich sowieso strittig. Somit unterschrieben wir diese und bereiteten uns vor nochmals alle Annahmen zu überprüfen sowie die Finanzierung fertig abzuklären.

Warum haben wir uns letztendlich für den Kauf entschieden?

Wir sind mit dem Kauf sehr zufrieden, da die kurzfristige Rendite als auch die langfristigen Potentiale sehr gut sind.

  • Der Kaufpreis liegt nun unter unserer kalkulierten Preisbereitschaft (da wir Verhandlungsspielraum einkalkuliert hatten, welcher dann nicht gebraucht wurde)

  • Kurzfristig ist das Objekt somit hoch-rentabel (verstärkt durch die derzeit niedrigen Finanzierungskosten) und Cashflow-positiv, obwohl es „günstig“ vermietet ist.

  • Kurzfristig ergab sich auch noch ein Potential die Einnahmen zu erhöhen, da ein zur Wohnung gehörender TG-Stellplatz bisher gar nicht vermietet wurde (50-60 EUR pro Monat extra).

  • Langfristig sind die Perspektiven sehr gut, da der Mieter relativ alt ist und irgendwann ausziehen wird. Mit Auszug erhöht sich der Wert schlagartig. Es ist dann leer auch für Eigennutzer interessant oder kann zur deutlich höheren Marktmiete vermietet werden.

  • Langfristig ergibt sich noch ein zusätzliches Potential, wenn die Wohnung saniert wird und eventuell sogar möbliert an Austauschstudenten vermietet wird.

  • Bei einem Verkauf nach 10 Jahren ist eine etwaige Wertsteigerung (laut aktueller Lage in Deutschland) steuerfrei, was noch einen zusätzlichen Charme hat (in unseren Berechnungen gehen wir allerdings von 0% Wertsteigerung aus – ein Risikopuffer falls der überhitzte Markt dazwischen einbricht).

Fazit: Wer in überkauften Märkten wohnt, muss über den Tellerrand hinausblicken.

Das Objekt ist für mich ein perfektes Beispiel, dass rentable Immobilieninvestments auch in der derzeitigen Marktlage (niedrige Zinsen, hohe Nachfrage nach Objekten) möglich sind. Wer in überkauften Märkten wie München, Hamburg oder Frankfurt lebt, der muss aber vermutlich etwas über die Stadtgrenzen hinausschauen. Kauft also keine Objekte, welche als sichere „Wertanlagen“ verkauft werden, sich jedoch nicht rechnen. Eine Bruttorendite von 3% klingt bei 0% Zinsen am Sparkonto gut und in München werdet ihr immer einen Mieter finden. Aber wenn ihr die die Betriebs- und Finanzierungskosten berücksichtigt sowie Geld für Instandhaltung und Leerstand zurücklegt, dann ist die Rendite schnell negativ. Und wenn dann die Preise leicht nachgeben, dann verliert ihr zusätzlich. Wer die Cashflows davor berechnet und rentable Objekte kauft, welche einen monatlichen Überschuss erwirtschaften, der fährt in allen Marktphasen gut!

#1 Mit Airbnb seine Passion finden

#1 Mit Airbnb seine Passion finden

Aufgrund familiärer Prägung (speziell mein Großvater, aber auch meine Eltern hatten ein wenig in Immobilien investiert) hat mich die Immobilienbranche immer schon sehr interessiert. Meine Leidenschaft dafür wurde mir aber erst durch einen Zufall bewusst und dabei hat Airbnb eine wichtige Rolle gespielt. Und so begann mein damals noch kleines nebenbei Projekt „Meine Wohnung mit Airbnb vermieten“.

Auf Airbnb vermieten und Vermieter-Erfahrung sammeln

Meine ersten Schritte als Unternehmer im Immobilienbereich machte ich nicht als Investor sonders als ich ein Zimmer in meiner Wohnung über Airbnb vermieten begann. Während des Studiums wohnte ich immer mit einem Wohnungskollegen zusammen. Zum Ende hin, zog dieser aus und das 2. Zimmer in der Wohnung stand leer. Ein Bekannter begann bereits Jahre davor mit auf Airbnb vermieten und verfolgte bereits einen semi-professionell Ansatz. Seine Wohnung war fast dauerhaft vermietet und er schwärmte mir vom Ertrag vor. Das wollte ich auch sehen. Also machte ich ein paar Fotos (eingerichtet war das Zimmer noch), schrieb einen Text und stellt das Zimmer online. Schnell hatte ich ein paar Buchungsanfragen und den ersten Gast.

Herausforderungen am Anfang beim Airbnb Vermieten: Reinigung, Checkin, und Gäste-Service

Ehrlich gesagt, kann ich mich an den ersten Gast, mit welchem ich über Airbnb vermieten begann, nicht mehr genau erinnern . Aber was ich noch weiß ist, wie unprofessionell ich rückblickend an das Ganze heranging, und wie viel ich in den letzten Jahren dazugelernt habe.

  • Reinigung

Ich war ja als Student zu Hause also saugte ich das Zimmer selbst und bezog auch frische Bettwäsche. Die Möbel waren noch vom vorherigen WG-Mitbewohner vorhanden und somit war das Zimmer bereits fertig eingerichtet. Das war’s an Vorbereitung für den ersten Gast.

  • Checkin

Ich bat den Gast mir zu sagen, wann er kommen wird, empfang ihn persönlich, zeigte ihm die Wohnung und übergab die Schlüssel. Ich bewohnte zu der Zeit noch das andere Zimmer und sperrte dieses sicherheitshalber immer zu. Aber praktisch hätte mich mein erster Gast ausrauben können, weil ich kaum etwas über ihn wusste, außer dass er ein Airbnb-Profil hat.

  • Fragen über Fragen

Die Gäste waren überwiegend ausländische Touristen und hatten natürlich einige Fragen – vor dem Buchen, vor Anreise und während dem Aufenthalt. Wie groß ist das Bett? Auf welcher Etage befindet sich die Wohnung? Wie komme ich zur Wohnung? Wo können wir am besten parken? Wie funktionieren die Kaffeemaschine und die Waschmaschine? Diese beantwortete ich immer innerhalb von Minuten, wie wenn mich ein Freund etwas Dringendes über WhatsApp fragen würde.

Airbnb vermieten professionalisieren: Automatisieren & Outsourcen

Und ich lernte sehr viel, fasste meine Erfahrungen zusammen und verbesserte die Prozesse in kleinen Schritten.

  • Reinigung > Outsourcen

Die Reinigung war immer aufwendig und beim 3. oder 4. mal gab ich mir schon weniger Mühe – gleich wurde das in der Bewertung erwähnt und die Buchungszahlen gingen zurück. Alles klar, Reinigung ist wichtig und ich begann meine halbjährige Suche nach einer preislich akzeptablen und zuverlässigen Putzfirma. Sobald ich diese fand war mit einem Schlag das Problem gelöst. Die Kosten für die Reinigung konnte ich zudem als Extraposition ausgewiesen an die Gäste weitergeben.

  • Checkin > Automatisieren

Schnell lernte ich, dass dies der Engpass schlechthin werden wird. Man muss persönlich vor Ort sein und die Schlüssel übergeben. Das geht nur, wenn man sehr viel Zeit hat. Und wenn die Gäste sich zeitlich verschätzen, dann wartet man Stunden zuhause. Dafür gibt es einige Lösungsansätze auf welche ich jetzt nicht eingehen werde. Aber wenn jemand eine perfekte Idee dafür hat. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem i-Tüpfelchen und bin gerne der erste Kunde.

  • Fragen über Fragen > Dem Gast zuvorkommen

Es kommen viele Fragen und nach einiger Zeit nerven diese. Denn es waren immer die gleichen Fragen und die Gäste erwarteten eine Antwort innerhalb von Minuten – immerhin haben sie das Problem jetzt. Das funktioniert einfach nicht, wenn dies ein Nebenverdienst sein soll und man „hauptberuflich“ andere Sachen zu tun hat. Den Lösungstipp bekam ich von meinem erfahreneren Bekannten. Der schickte immer ein Welcome-PDF an die Gäste vor deren Ankunft, wo die Standardfragen in Form eines FAQ beantwortet wurden. Ausgetestet und die Fragen hörten auf. Gefühlt 95% der Gäste hatten keine unbeantworteten Fragen mehr und die restlichen 5% waren kein Problem. Und es half auch meinen Bewertungen deutlich, weil auch die Gäste diesen Service schätzen. Problem gelöst.

Meine Lektionen als Vermieter

Das sind nur einige exemplarische Beispiele womit man als Vermieter (bei Kurzzeitvermietung) zutun hat. Insgesamt hatte ich jedenfalls schnell bemerkt, dass man die manuelle Arbeit automatisieren oder auslagern kann und sollte. Dieses Nebenbei-Hobby professionalisierte ich nach und nach und baute es ständig weiter aus. Zurzeit habe ich drei Ferienwohnungen in Wien, welche ich aus München betreibe und welche mir eine stattliche Rendite abwerfen. Und ich lernte dabei, dass Immobilien vermieten und intelligente/digitale Lösungen ein ordentliches passives Nebeneinkommen bringen können.

Hier die Links zu meinen Inseraten, falls ihr interessiert seid. Buchen könnt ihr aber gerne direkt – dann sparen wir uns die hohen Gebühren 😉

Airbnb, Booking.com.

#0 Lese-Empfehlungen: Investieren in Immobilien

#0 Lese-Empfehlungen: Investieren in Immobilien

Erfolgreiche Investoren eignen sich Wissen an

Hier findet ihr unsere persönlichen Bücher-Tipps und andere Quellen, um das Basiswissen zum Investieren in Immobilien aufzubauen. Ich hab Affiliate-Links von Amazon ergänzt. Das kostet euch nicht mehr, aber Amazon subventioniert dann meine nächste Buchbestellung und davon haben wir hoffentlich beide etwas 😉

Außerdem versuchen wir unser Wissen zu sammeln und zu strukturieren. Wir haben es als „Investoren-Bootcamp“ gestartet und es entwickelt sich hoffentlich zu einer Art Immobilien-Wiki weiter. Unterstützung erwünscht!

Habt ihr in letzter Zeit ein gutes Buch gelesen oder sogar eines geschrieben?
Nur her mit den Tipps!

Immobilien & Investments

Erfolgreich mit Immobilien-Investments (Jörg R. Winterlich)

Im Untertitel „Die Kunst, wie Privatinvestoren mit Wohnimmobilien Geld verdienen“. Dieses Buch kann ich nur sehr empfehlen, da es gut strukturiert Neuinvestoren Stück-für-Stück in das Thema Investieren in Immobilien einführt. Jörg R. Winterlich war Mitbegründer der FlowFact AG – eine der größten Maklersoftware-Anbieter Deutschlands – und ist seit mehr als 20 Jahren im Immobiliensektor tätig. Wenn man die eine oder andere Werbung im Buch für den Immobilien Investment Club des Autors ausblendet, kann man jedenfalls einige sehr gute Praxistipps für Kauf, Verwaltung bis Verkauf mitnehmen.
Mehr Infos hier

Die Do-It Yourself Rente (Stefan Loibl, Marco Lücke)
Das System Immobilie (Thomas Knedel, ua)
Complete Real-Estate Investment Guidebook (David Crook, WSJ)
Buying and Selling Apartment Buildings (Steve Berges)
Souverän investieren mit Indexfonds & ETFs (Gerd Kommer)

Sehr interessantes Buch zu passiven Investmentstrategien. Besonders empfehlenswert finde ich die Erklärung zu physischen und synthetische ETFs. Außerdem sind die historischen Renditen von Aktien über Immobilien zu Rohstoffen aufschlussreich. Leider wird die steuerliche Thematik sowie die Möglichkeit zur Selbstnutzung bei Direktinvestments in Immobilen nur unzureichend behandelt (v.a. die Steuerfreiheit auf Gewinne nach 10 Jahren im Privatbesitz, die Gewerbesteuerbefreiung bei gewerblicher Vermietung, etc. welche zu einer Besserstellung gegenüber Fonds führt). Außerdem wird der Leverage-Effekt bei Immobilien außen vor gelassen, weswegen die EK-Renditen über ETF-/Aktien-Renditen liegen sollten.
Mehr Infos hier

Entrepreneurship & IT

The Startup Owner's Manual (Steve Blank, Bob Dorf)

Ein spannendes Buch zu den verschiedenen Phasen beim Unternehmensaufbau. Das Buch ist nicht gedacht von vorne bis hinten gelesen zu werden sondern als Arbeitsbuch. Wenn man gerade ansteht, dann hilft ein Blick in das Buch das große Ganze zu sehen und die richtigen Fragen zu stellen.

Mehr Infos hier

Zero to One (Peter Thiel)
Business Model Generation (Alexander Osterwalder, Yves Pigneur)

Ähnlich wie das Startup Owners Manual ist dieses Buch gedacht, um damit zu arbeiten. Es erklärt das Konzept des Business Model Canvas. Damit kann sehr leicht eine Geschäftsidee aus allen Blickwinkeln betrachtet und beurteilt werden. Es eignet sich daher speziell als Brainstorming Tool.

Mehr Infos hier

The Hard Things About Hard Things (Ben Horowitz)
Profit First (Mike Michalowicz)

Inspiration & Sonstiges

Warren Buffet: Das Leben ist wie ein Schneeball (Alice Schroeder)

Lassen Sie sich nicht von der Seitenanzahl abschrecken. Das Buch über das Leben von Warren Buffet ist äußerst spannend und lesenswert. Es zeigt, wie der junge Warren Buffet sich bereits mit Investments auseinandersetzte und im Laufe seines Lebens das Investmentkonglomerat „Berkshire Hathaway“ aufbaute. Vor allem die Binsenweisheiten, wie, dass man jedes Investment völlig verstehen muss, damit es ein Erfolg werden kann, sollte man sich jedenfalls merken.
Mehr Infos hier

Der reichste Mann von Babylon (George S. Clason)

Sehr unterhaltsames Einführungsbuch für ein Leben in finanzieller Freiheit mit zeitlosen Ratschläge.
Mehr Infos hier

Rich Dad Poor Dad (Robert T. Kiyosaki)

Der zeitlose Klassiker von Robert T. Kiyosaki über die unternehmerische Denkweise, welche reiche Menschen weltweit verbindet. Wie bei vielen inspirierenden Büchern gibt es auch in diesem Teile, welche etwas über das Ziel hinaus schießen (Es gibt nicht den einen Weg!), aber das Buch motiviert, wirft Fragen auf und gehört zum Grundwissen für viele (jüngere) Investoren.
Mehr Infos hier

Blogs

Immobilienblog "Vermietertagebuch" (Alexander Raue)

Erfahrungsbericht eines Deutsch-Schweizer Investors, welcher ein Portfolio von >1M EUR an vermieteten Wohnungen in Deutschland aufbaute. Der Blog besticht durch die einfache Sprache sowie die sehr transparente und quantitative Darstellung seiner gelernten Lektionen als Vermieter und Investor:
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