Die Entscheidung für den ersten Immobilienkauf ist meistens zugleich mit Aufregung und Angst verbunden. Beide Emotionen sind grundsätzlich gute Wegbegleiter und helfen uns die richtigen Entscheidungen zu treffen, jedoch muss man den Ursprung und die Auswirkungen seiner Emotionen verstehen – speziell, wenn es um Investments geht. Manche meinen, dass man diese Emotionen „einfach“ unterdrücken sollte. Das denken wir nicht, weil die Sichtweise unrealistisch und zudem kontraproduktiv ist.

Aufregung ist ein natürlicher Teil des Prozesses beim Immobilienkauf – sollte jedoch nicht zu Impulshandlungen führen.

Der Gedanke, mit einem guten Investment eine passive Einkommensquelle zu schaffen, ist spannend. Sowie auch die Gründung eines Unternehmens Begeisterung auslöst und man schon beginnt von der Zukunft zu träumen. Es kann sich jedoch auch ein negativer Effekt ergeben, wenn es zu Impulsivität und Übereifer bei der Entscheidung kommt. Bei Erstinvestoren ist es nicht unüblich, dass die beinahe unendlichen Möglichkeiten für Investments überfordern, man dadurch den Fokus verliert und letztendlich resignierend aufgibt. Dann werden erfahrenere Investoren um Rat gebeten und – des Öfteren – entlädt sich die Überforderung und die aufgebaute Spannung schnell in einer Impulshandlung bzw. einem Impulskauf.

Für Neulinge im Immobilienbereich ist es aus unserer Sicht daher sinnvoll mit klarem Fokus auf einen stark begrenzten Bereich zu beginnen.

Am besten beginnt man mit einem Immobilienkauf in einer Region und einer Immobilienklasse, mit der man vertraut ist, zum Beispiel mit dem Kauf einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der nächstgelegenen Stadt. Dort kennen Sie generelle Trends sowie gewisse handelnde Akteure und Sie können Ihr bestehendes Netzwerk bei Fragen nutzen. Klein, limitiert und fokussiert zu beginnen hilft Ihnen schnell und effizient zu lernen. Richtiges Suchen, Prüfen der Verträge, eine Due Diligence (Analyse), und Kenntnisse der Preisgestaltung sowie Grundsätze der Bauordnung sind oftmals wichtiger als gleich am Anfang ein Schnäppchen zu machen um damit reich zu werden.

Angst gehört ebenso zum Immobilienkauf und Besitz von Immobilien – sie hilft uns, überlegte Entscheidungen zu treffen.

Manch ein Immobilieninvestor soll schon morgens um zwei Uhr von einem Albtraum mit Schimmel, Wasserrohrbrüchen, Leerstand und anziehenden Kreditzinsen aufgewacht sein. Hier kommt die Wichtigkeit guter Vorbereitung ins Spiel – sowie die Wichtigkeit gute Partner für genau diese Fälle zu finden. Genauso wie Begeisterung kann auch diese Angst gut und schlecht sein. Angst mach uns vorsichtig und hilft uns kluge, überlegte Entscheidungen zu treffen. Sie kann uns aber auch zu Untätigkeit lähmen. Ob Sie einen Makler, einen Verwalter, einen befreundeten erfahrenen Investor oder sogar Ihren Steuerberater mit ausreichend Wissen im Immobilienbereich als Partner identifizieren – Zugang zu Experten zahlt sich aus. Dies trifft umso mehr am Anfang zu. Vor einem Immobilienkauf sollten Sie sich einlesen, Objekte sorgfältig und strukturiert analysieren und auf einen klaren verständlichen Kaufvertrag achten. Umsichtige Immobilieninvestments sind manchmal ein langer Weg – aber der einzig Richtige um keine Immobilie zu erwerben, die Sie deutlich mehr Geld, Zeit und Nerven kostet, als sie Ihnen bringt.

In unseren verschiedenen Blogposts werden wir gesondert auf Aspekte des Investmentprozesses eingehen, typische Fragen beantworten und Ihnen helfen die ersten Schritte zu machen. Sehen Sie sich auch unsere Buch-Empfehlungen zum Basiswissen zu Immobilien an, Denn wenn Sie bis hierher gelesen haben, dann sind sie bereits am richtigen Weg … um ein erfolgreicher Immobilieninvestor zu werden!