Sie suchen nach passenden Immobilien als Kapitalanlage? Aber das Angebot in Ihrer Region scheint nicht sonderlich attraktiv? Vielleicht, weil gestiegene Immobilienpreise nicht die gewünschte Rendite erlauben? Auf Ihre Kernfrage – Wie kann ich remote in Immobilien investieren? – geben wir die Antwort.

In wirtschaftlich starken Regionen gibt es verhältnismäßig viel Kapital

Die Frage ist nicht neu. Generell sind die Renditen dort wo viele Menschen leben, welche viel Geld in Immobilien investieren möchten, nicht sonderlich hoch. Auch ohne Wirtschaft studiert zu haben ist die Wirkung verständlich. Verdienen die Menschen in einer Stadt oder Region relativ viel, dann wird dort auch viel Kapital aufgebaut. Das beste Beispiel in Deutschland ist München, wo besonders viele Konzerne wie Allianz, BMW, Siemens, MAN, Linde, Sixt, usw. ihren Sitz haben. In Konzernzentralen werden generell höhere Gehälter gezahlt. Das wirkt sich auch auf die Dienstleister rund um diese Firmen aus, welche die Unternehmen und Mitarbeitern versorgen. Ganz logisch, dass somit in München generell viel Kapital vorhanden ist.

Kapital wird dann in Immobilien investiert und führt zu steigenden Preisen

Und dieses Kapital möchte investiert werden. Sobald man einen kleinen Geldpuffer für schlechte Zeiten angelegt hat, beginnt die Suche nach Anlageformen mit passendem Risiko-Rendite-Profil. Ganz konservative Anleger bevorzugen vielleicht Sparbücher, welche quasi keine Zinsen abwerfen und nach Inflation sogar zu einem kontinuierlichen Geldwertverlust führen. Interessantere Renditen, aber auch Risiko, bieten Aktien, Anleihen und Immobilien. Durch eine Streuung auf mehrere Anlageklassen kann der Portfolio-Effekt genutzt werden und ein Teil des Risikos reduziert werden.

Klarerweise steht dann einmal die Entscheidung an, wie man in Immobilien investiert. Dazu habe ich zwei Posts geschrieben, welche die Themen GmbH oder privat investieren sowie um indirekte Investments in Immobilien wie offene und geschlossene Fonds, AGs etc. behandeln. Kommen wir zurück zum Hauptthema. Nun entscheide ich mich in Immobilien zu investieren und merke, dass die Renditen in meiner Region sehr niedrig sind. Die Alternativen sind dann… mehr Kapital ansparen oder in andere Regionen investieren. Letzteres machen jedenfalls professionelle Investoren.

Von professionellen Investoren lernen und in profitableren Regionen investieren

Aus der Ferne, also „remote“ in Immobilien zu investieren ist kein grundlegend neues Konzept. Professionelle Immobilieninvestoren wie Fonds investieren meistens basierend auf Analysen der Ertragslage und gewisser Kennzahlen ohne das ein Mitarbeiter vor Ort jedes Objekt besichtigt.
Warum machen wir Privatinvestoren das nicht? Ganz klar – wir wollen ein Gefühl dafür bekommen, dass die Investition sinnvoll ist und das bekommt man nur vom Eindruck vor Ort. Das war jedenfalls bisher die Annahme. Denn dieses Gefühl kann richtig oder falsch sein. Bei erfahrenen Investoren ist es öfter richtig als bei Neulingen. Wieso? Weil Investoren eigentlich auf Ihre Erfahrung bauen und gewisse Punkte kontrollieren – anstatt nur auf ihr Gefühl zu achten.

Was Sie brauchen, um wie ein professioneller Investor zu agieren

 

1. Detaillierte „Cashflow“ Berechnung

Für professionelle Investoren in Anlageimmobilien ist eine professionelle Berechnung der Cashflows – also der Ein- und Auszahlungen – unabdingbar. Wir von PIRGUS stellen Ihnen eine standardisierte Cashflow-Planung zur Verfügung, welche Sie dynamisch an Ihre Annahmen anpassen können. Generell empfehlen wir aber auch eine eigene Excel-Kalkulation zu erstellen, wenn Sie viele individuelle Anpassungen benötigen oder diese für den Bankkredit benötigen. Unser Fokus liegt auf einer einheitlichen Darstellung der Cashflows und KPIs – der Kennzahlen – aller Immobilien in unserem Portfolio, damit Sie diese transparent und effizient miteinander vergleichen können.

2. Datenraum zum Anlageobjekt

Jeder Immobilienkäufer eines Anlageobjektes benötigt folgende Unterlagen:

  • Beschreibung der Wohnung & Kennzahlen (meistens im Exposé zu finden)
  • Mietvertrag
  • Wirtschaftsplan
  • Grundbuchauszug
  • Protokoll der letzten Eigentümer Versammlung

Diese finden Sie zu jedem Objekt im PIRGUS-Datenraum – falls diese noch nicht online gestellt sind, dann holen wir die Informationen gerade ein und reichen sie gerne nach. Kontaktieren Sie uns bei Interesse an einem Objekt dazu gerne.

3. Bausubstanz-Gutachten

Wenn Sie keine Bauerfahrung haben, sollten Sie ein Gutachten von einem Bausachverständigen machen lassen. Wir organisieren das gerne für Sie. Dieser besichtigt die Wohnung und bewertet den Zustand und schätzt den Rückstau der Sanierungskosten – die Kosten für demnächst benötigte Sanierungsmaßnahmen (Kosten für das Gutachten: ca. 300-500 Euro).

4. Wert-Gutachten

Wenn Sie sich mit Immobilien in Ihrer Nähe auseinandergesetzt haben, dann kennen Sie vermutlich die ungefähren Preisrichtlinien bereits. In Ihnen unbekannten Gegenden sollten Sie ein Wertgutachten erstellen lassen. Algorithmen errechnen basierend auf Kaufpreisdatenbanken sowie Ihren Eingabedaten den ungefähren Wert bzw. eine Preisspanne für eine ‚nicht-vermietete’ Wohnung dieser Art. Generell werden vermietete Wohnungen etwas günstiger verkauft – außer es gibt wenig Angebot in der Gegend oder die Mieter sind sehr gut ausgewählt (Kosten für das Gutachten: ca. 20 Euro).