Rendite und Risiko sind miteinander verbunden

Genauso wie der Irrglaube das Fremdkapital schlecht ist, werden auch Risiken oft als negativ gesehen. Gleich vorweg: Wenn Ihnen Fremdkapital und Risiko unbehaglich ist, sollten Sie aufhören weiterzulesen. Dann sind viele Immobilieninvestments nichts für Sie. Wenn Sie damit zurecht kommen und höhere Renditen anstreben, dann sollten Sie sich mit dem Thema Risikomanagement vertraut machen.

Wie Sie vielleicht bereits wissen hat Fremdkapital eine sehr positive Wirkung auf die Eigenkapital-Rendite, wenn der Zinssatz unter der Gesamtkapitalrendite liegt. Fremdkapital ist somit für professionelle Immobilieninvestments unerlässlich. Ähnlich verhält es sich mit Risiko. In einem perfekten Markt korreliert Risiko immer mit der Rendite. Seien Sie daher immer skeptisch, wenn hohe Renditen bei niedrigem Risiko angeboten werden. Meist wurde dann viel Zeit und Geld investiert und das Verhältnis ist genau andersherum.

Risiko sollte daher nicht vermieden, sondern erkannt und dann entsprechend der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Konsequenzen dafür vorgesorgt werden – also Risikomanagement aktiv betrieben werden.

 

Typische Risiken von Immobilieninvestoren

Das einfachste Modell um systematisch Risiken zu erfassen ist eine sogenannte SWOT-Analyse. SWOT steht für Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Möglichkeiten (Opportunities) & Bedrohungen (Threats). Diese qualitative Analyse sollte für alle Immobilien gemacht werden. In einem zweiten Schritt sollten Sie planen, wie Sie heute für den „Fall der Fälle“ vorsorgen können.

Welche typischen Risiken gibt es? 

  • Baukosten und –zeit
    Die Erfahrung zeigt, dass Bauprojekte auch für Profis nicht völlig planbar sind und Kostenüberschreitungen von 10-30% sowie Zeitpläne oftmals nicht halten.

Weitere Informationen hierzu folgen in Kürze.

 

Fokus des Risikomanagement

  • Bautyp / Ausstattung / Zustand
  • Gebäudetechnik
  • Mikro- und Makroumfeld (Fokus: Trends)
  • Grundstückeigenschaften
  • Mieterstruktur und Mietbedarf
  • Verwaltung
  • Dokumentation
  • Finanzielle Kennzahlen
  • Umbau- und Umnutzungsmöglichkeiten (Fokus: Optimierungspotentiale)