Eine vermietete Wohnung kaufen ist attraktiv für Kapitalanleger. Viele Erstkäufer von Wohnungen zur Kapitalanlage interessieren sich für leerstehende Objekte. Obwohl ich die Überlegungen verstehen kann, ist die Annahme, das eine leerstehende Wohnung ein attraktiveres Investment ist, nicht allgemein gültig. Denn wenn Sie eine vermietete Wohnung kaufen, müssen Sie zwar auf einige Punkte mehr achten, dafür bekommen Sie aber auch oft höhere Renditen für Ihr eingesetztes Kapital.

 

Eine vermietete Wohnung kaufen ist komplizierter, bringt aber oft höhere Rendite

Sie müssen sich ein Bild von den derzeitigen Mietern machen

Dieser Punkt ist richtig. Eine vermietete Wohnung kaufen ist dahingehend tatsächlich komplizierter als eine leerstehende Wohnung zu kaufen. Sie müssen sich nämlich nicht nur mit dem Objekt auseinandersetzen, sondern auch mit den Mietern. Wenn Sie aber wissen, welche Unterlagen Sie benötigen, dann kann der Mieter ein großer Vorteil sein. Denn eine vermietete Wohnung kann in Summe deutlich günstiger sein und Sie beziehen von Tag 1 an Miete, ohne sich erst um die Suche eines potentiellen Mieters kümmern zu müssen.

Vermietete Wohnungen sind günstiger

Rund 10% der über Immobilienscout24 in Deutschland angebotenen Wohnungen sind vermietete Wohnungen. Das ist eine ganz schöne Menge. Vermietete Wohnungen sind insbesondere für Kapitalanleger interessant.

Käufer, welche selbst in die Wohnung einziehen wollen fallen als Kunden raus. Es gibt zwar die Möglichkeit einer Eigenbedarfskündigung – also, dass Sie nach einiger Zeit den Mieter kündigen können – aber es können Jahre vergehen bis Sie in die Wohnung einziehen können (lesen Sie mehr dazu hier). Leerstehende Objekte sind in diesem Fall attraktiver. Diese Käufergruppe ist auch zu einem großen Teil für überhöhte Preise für diese Objekte verantwortlich. Warum? Emotionale Gründe beeinflussen die Preisbereitschaft: Weil die Wohnung schön sonnig ist, eine tolle Raumaufteilung hat oder weil sie perfekt am Weg in die Arbeit liegt. Die Eigenheim-Käufer können sich also schon vorstellen, wie sie in der Wohnung wohnen und sind deshalb bereit auch etwas mehr Geld für das Objekt zu zahlen.

Kapitalanleger konzentrieren sich hingegen auf Zahlen und Fakten bei ihrer Investitionsentscheidung. Daher achten sie viel mehr darauf, was die Wohnung objektiv wert ist – und vergleichen mehrere Objekte. Deshalb wird beinahe jede vermietete Wohnung günstiger verkauft, es sei denn es gibt kaum Angebot in einer Stadt/Region.

Es gibt keine Leerstandskosten

Wenn eine vermietete Wohnung verkauft wird, dann ist es egal, wenn der Verkauf länger als bei einer leerstehenden Wohnung dauert. Warum? Weil der Verkäufer weiterhin Miete erwirtschaftet. Der Verkäufer kann somit entspannt mit Käufern verhandeln, ohne dass ihn die kumulierten Leerstandskosten nach und nach unter Druck setzen. Auch als Käufer profitieren Sie davon. Leerstandskosten werden natürlich in den Kaufpreis eingerechnet und sind somit indirekte Kaufnebenkosten. Bei vermieteten Wohnungen fallen diese nicht an. Und wenn Sie die Wohnung gekauft haben, dann bekommen Sie auch vom ersten Tag an Mieteinnahmen. Sie haben dadurch kein Risiko, wann Sie einen passenden Mieter finden und wie hoch die Leerstandskosten bis dahin sein werden.

Ein Investment in eine vermietete Wohnung ist somit sehr interessant. Nur wie umschiffen Sie die Komplexität beim Kauf? Wir von PIRGUS verfolgen mehrere Wege, um das Analysieren und das Kaufen von vermieteten Wohnungen einfacher und sicherer zu machen.

Sie wollen wissen, worauf Sie achten müssen? Schauen Sie sich unsere Checkliste zum Kauf vermieteter Wohnungen an.